Gewusst wie: Ressourcen schonen und Müll vermeiden

Das Abfallaufkommen der privaten Haushalte ist im Jahr 2021 weiter gestiegen. Pro Kopf fielen 483 Kilogramm Haushaltsabfälle an – sechs Kilogramm mehr als im Jahr zuvor. Dies zeigt, wie wichtig es ist, hauswirtschaftliche Alltagskompetenzen, z. B. zur Vermeidung von Verpackungsmüll oder zur richtigen Mülltrennung, zu fördern. So gelangen mehr Abfälle in die Wiederverwertung und es müssen weniger Ressourcen für die Neuerzeugung abgebaut werden. Hauswirtschaftliche Fachkräfte leisten bei ihrer täglichen Arbeit einen entscheidenden Beitrag zum Ressourcenschutz. Der Welttag der Hauswirtschaft, der jedes Jahr am 21. März stattfindet, machte 2023 mit seinem Motto "Gewusst wie: Ressourcen schonen, Müll vermeiden" auf diese gesellschaftliche Bedeutung aufmerksam.

Aktualisiert am: 21.03.2023
Lesezeit: 5 Minuten
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Ressourcen schonen – alle reden davon, die Hauswirtschaft macht's!

Hauswirtschaftliches Handeln basiert schon immer auf dem Wirtschaftlichkeitsprinzip. Dies liefert die Grundlage zu einem Denken und Handeln im Kontext des Nachhaltigkeits-Dreiecks mit seinen Seiten Ökologie, Ökonomie und Soziales.

Zwei Hauswirtschafterinnen bedienen eine industrielle Spülmaschine.

Ökologie

Durch ihr tägliches professionelles Handeln leisten hauswirtschaftliche Fachkräfte in Deutschland nahezu unbemerkt in ca. 15.400 Pflegeheimen, 2.000 Kliniken, 1.700 Tagungshäusern, Schulkantinen oder Einrichtungen der Jugend- und Behindertenhilfe einen Beitrag zum Ressourcenschutz und zu einer nachhaltigeren Gesellschaft.

Sie planen Arbeitsprozesse und vermeiden Abfälle, sie pflegen Textilien und Oberflächen richtig, wenden Geräte technisch korrekt an und verlängern dadurch deren Lebensdauer.

Modell eines Hauses, daneben liegen Geldscheine.

Ökonomie

Die Hauswirtschaft handelt im Rahmen eines tragfähigen wirtschaftlichen Konzepts. Über das Angebot von hauswirtschaftlichen Leistungen trägt sie bei zur Gesundheitsförderung, ermöglicht anderen Personenkreisen die Teilhabe am Arbeitsmarkt und leistet einen Beitrag zu bezahlter Sorgearbeit. Damit ist sie ein großer Sektor in der Volks- und Betriebswirtschaft.

Bei ihrem Alltagshandeln haben Fachkräfte Finanzen und soziale Aspekte im Blick. Sie sind in der Lage, Bedarfe zu ermitteln und entsprechend Waren zu beschaffen. Bei der Kaufentscheidung hilft ihnen das hauswirtschaftliche Wissen. Sie setzen unterschiedliche Eigenschaften von Materialien und Produkten mit den Anforderungen an die Tätigkeit ins Verhältnis – das verhindert Fehl- oder kurzlebige Käufe.

Eine Meisterin der Hauswirtschaft leitet einen Azubi beim Belegen einer Käseplatte an.

Soziales

Die Hauswirtschaft übernimmt Verantwortung für Mitarbeitende. Sie ermöglicht die Integration verschiedener Personengruppen in den Arbeitsmarkt und sichert Familien einen wertvollen Einkommensbeitrag. Unter Einhaltung fairer Arbeitsbedingungen lassen sich Inklusion und Integration in der Hauswirtschaft optimal verwirklichen.

Durch den überlegten Einkauf von Lebensmitteln oder Textilien unterstützt die Hauswirtschaft fairen Handel und gute Arbeitsbedingungen bei der Produktion vor Ort.

Fazit

Viel zu selten zeigen hauswirtschaftliche Fachkräfte, was sie wirklich können. Sie sollten kommunizieren, welchen Beitrag sie zur Nachhaltigkeit und zum Ressourcenschutz beitragen, stolz auf ihre Leistungen sein und begeistert ihr Wissen und ihr Know-How weitergeben.