Forschung und Innovation
Bayern denkt Zukunft – ein Gemeinschaftsprojekt zur Erforschung des zukünftigen Alltags

Grafik mit Text Bayern denkt Zukunft

Grafik: Fraunhofer CeRRI

Von Schwaben bis nach Oberfranken – wie wollen Menschen in Bayern in der Stadt, auf dem Land oder dem hybriden Zwischenraum zukünftig leben und arbeiten? Wo sehen sie durch neue Technologien Chancen für sich und ihre Region? Welche Sorgen und welche Nöte beschäftigen sie und wo sehen sie jeweils ihre Stärken und Potenziale?

Die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften (acatech) und das Fraunhofer CeRRI (Center for Responsible Research and Innovation) wollen mit dem deutschlandweiten Projekt "Stadt.Land.Chancen" innovationsgetriebene Zukunftsbilder der Bevölkerung im Lichte künftiger Möglichkeiten, Wünsche und Vorstellungen erstellen. Dafür werden verschiedene Veranstaltungsformate mit den Bürgern und beteiligten Anspruchsgruppen organisiert. Der bundesweite Diskussions- und Entwicklungsprozess soll in Bayern mit dem Projekt "Bayern denkt Zukunft" stattfinden.

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Das Projekt

"Bayern denkt Zukunft" ist ein vertiefendes Projekt für Bayern, dessen Ergebnisse unter anderem durch den Medienpartner BR und in der ARD-Medienwoche 2021 Stadt.Land.Wandel im November 2021 vorgestellt werden. Im Rahmen des deutschen Gesamtprojektes wurden zunächst Zukunftsbilder zu Stadt- und Land-Szenarien als Grundlage für eine quantitative Befragung und gesellschaftliche Diskussionen entwickelt. Im Juni 2021 fand schließlich eine Umfrage statt, an der deutschlandweit fast 9.000 Menschen teilgenommen haben.

Darüber hinaus werden mit und im Rahmen des vertiefenden bayernspezifischen Projektes Zukunftschancen ebenso wie Verständnis- und Strukturprobleme in der Stadt und auf dem Land identifiziert. Ein zusätzlicher Analyse- und Auswertungsprozess bildet den Ausgangspunkt für eine regionale Diskussion sowie das Aufzeigen von Entwicklungsfeldern. Die besondere Rolle der Land-, Ernährungs- und Forstwirtschaft für die Regionen und die Zukunft Bayerns wird dabei über die bayernbezogenen Vordenker- und Zukunftsbild-Workshops besonders berücksichtigt. Die geplanten Beteiligungs- und Dialogformate sollen mit laufenden Prozessen und Aktivitäten des Landwirtschaftsministeriums – wie der InnoTour Bayern – verbunden werden.

Grafik mit Text: Neue Ideen für Leben und Arbeiten zwischen Stadt und Land

Erste Projekterfolge

Im Zentrum von “Bayern denkt Zukunft” stehen Zukunftsbilder, die mögliche Entwicklungen in den drei Themenfeldern Bauen und Wohnen, Pendeln und Arbeiten sowie Versorgen und Zusammenhalten wissenschaftlich fundiert und gleichzeitig anschaulich darstellen. Als "Übersetzungsinstrument" bilden sie die Grundlage für eine sozialwissenschaftliche Studie zu den Wünschen, Ansprüchen und Werten der bayerischen Bevölkerung. Sie bilden auch die Leitlinien für einen vertiefenden Dialogprozess zwischen und mit den Bürgerinnen und Bürgern. Statt diese nur darüber zu informieren, werden sie in den Gestaltungsprozess aktiv eingebunden. Das gelingt zum einen mit Umfragen, zum anderen im direkten Austausch. Bei den Bürgerdialogen werden mögliche Konflikte aufgedeckt und behoben sowie die Entwicklung regionalspezifischer Innovationsprozesse und -systeme angestoßen.

So wurden die Zukunftsbilder im Juni von fast 80 Teilnehmenden in vier virtuellen Zukunftsbild-Workshops diskutiert. Dabei war eine möglichst diverse Teilnehmergruppe, die einen Querschnitt der Bevölkerung repräsentiert und regional verwurzelt ist, wichtig für den Erfolg. Die Ergebnisse der Zukunftsbild-Workshops fließen in eine sozioökonomische Studie und den weiteren Diskussionsprozess ein, der im Oktober 2021 startet.

Die Zukunftsbilder beschreiben ganz konkret, wie unser Leben in der Zukunft aussehen könnte. Sie sind keine Vorhersagen, sondern erzählen, wie sich unser Zusammenleben und alltägliches Miteinander in der Stadt und auf dem Land im Allgemeinen verändern und welche Technologien zukünftig möglicherweise unseren Alltag prägen könnten. Sie basieren auf einer wissenschaftlichen Analyse von rund 80 Studien sowie den Einschätzungen von Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Bereichen. Die bayerische Perspektive floss im Rahmen eines Workshops in den Gestaltungsprozess mit ein.

Wie geht es weiter?

Gaming

Computerspiele sind heute bereits eine wichtige Kulturtechnik und Videospiele ein zentrales Leitmedium für die Kommunikation – vor allem mit jungen Erwachsenen. Regionale Innovation kann ohne sie langfristig nicht erfolgreich sein. Im Rahmen von drei geplanten Hackathons, die acatech mit dem GameLab konzipiert und im Oktober 2021 umsetzt, können Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von circa 15 bis 25 Jahren gemeinsam ihre Version der Zukunft im Online-Spiel Minecraft bauen und spielerisch ihre Wünsche, Sorgen und Ideen diskutieren.

Workshops, Podiumsdiskussionen und andere Dialogformate

"Bayern denkt Zukunft" möchte den regionalen Dialog zwischen Wirtschaft, Verwaltung, Politik und insbesondere den Bürgerinnen und Bürgern fördern. Wer die Region und ihre Innovationsökosysteme aktiv mitgestalten möchte, hat dazu im November und Dezember 2021 die Möglichkeit – in Form von verschiedenen Diskussionsveranstaltungen oder auch Workshops.

ARD-Themenwoche

Die ARD-Themenwoche vom 7. bis 13 November 2021 widmet sich der Zukunft unseres Landes: Wie wollen wir wohnen und arbeiten? Wie wollen wir leben? Wie können wir uns mit Alternativen für die Zukunft wappnen? Dem will die ARD-Themenwoche "Stadt.Land.Wandel – Wo ist die Zukunft zu Hause?" auf die Spur kommen.

Logo der InnoTour Bayern
Ein weiteres parallel laufendes Dialogformat, das Gesellschaft, Forschung, Verwaltung und Wirtschaft zusammenbringt, ist die "InnoTour Bayern". Dieses Format widmet sich insbesondere den Bereichen Landwirtschaft, Ernährung und Forstwirtschaft. Zu unterschiedlichen Sachthemen wie Direktvermarktung, Energieautarkie auf dem Hof, Humusanreicherung, Proteinproduktion und vielem mehr sucht das bayerische Landwirtschaftsministerium in den sieben Regierungsbezirken nach innovativen Betrieben oder kleinen Unternehmen. Dort laden wir gezielt interdisziplinäre Teilnehmergruppen ein, um vor Ort die Innovationsideen für morgen zu diskutieren.

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