Forschung und Innovation
Bayern denkt Zukunft – ein Gemeinschaftsprojekt zur Erforschung des zukünftigen Alltags

Grafik mit Text Bayern denkt Zukunft

Grafik: Fraunhofer CeRRI

Von Schwaben bis nach Oberfranken – wie wollen Menschen in Bayern in der Stadt, auf dem Land oder dem hybriden Zwischenraum zukünftig leben und arbeiten? Wo sehen sie durch neue Technologien Chancen für sich und ihre Region? Welche Sorgen und welche Nöte beschäftigen sie und wo sehen sie jeweils ihre Stärken und Potenziale?

Die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften (acatech) und das Fraunhofer CeRRI (Center for Responsible Research and Innovation) wollen mit dem deutschlandweiten Projekt "Stadt.Land.Chancen" innovationsgetriebene Zukunftsbilder der Bevölkerung im Lichte künftiger Möglichkeiten, Wünsche und Vorstellungen erstellen. Dafür werden verschiedene Veranstaltungsformate mit den Bürgern und beteiligten Anspruchsgruppen organisiert. Der bundesweite Diskussions- und Entwicklungsprozess soll in Bayern mit dem Projekt "Bayern denkt Zukunft" stattfinden.

Informieren und mitmachen
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Das bayerische Projekt

"Bayern denkt Zukunft" ist ein vertiefendes Projekt für Bayern, dessen Ergebnisse unter anderem durch den Medienpartner BR und in der ARD-Medienwoche 2021 Stadt.Land.Wandel vorgestellt wurden. Zunächst wurden Zukunftsbilder zu Stadt- und Land-Szenarien als Grundlage für eine quantitative Befragung und gesellschaftliche Diskussionen entwickelt. Ein zusätzlicher Analyse- und Auswertungsprozess bildet den Ausgangspunkt für eine regionale Diskussion sowie das Aufzeigen von Entwicklungsfeldern. Die Rolle der Land-, Ernährungs- und Forstwirtschaft für die Regionen und die Zukunft Bayerns wurden dabei über die Vordenker- und Zukunftsbild-Workshops besonders berücksichtigt. Die geplanten Beteiligungs- und Dialogformate werden mit laufenden Prozessen und Aktivitäten des Landwirtschaftsministeriums – wie der InnoTour Bayern – verbunden.

Grafik mit Text: Neue Ideen für Leben und Arbeiten zwischen Stadt und Land

Projektfortschritt

Zukunftsbilder

Im Zentrum von “Bayern denkt Zukunft” stehen Zukunftsbilder, die mögliche Entwicklungen in den drei Themenfeldern Bauen und Wohnen, Pendeln und Arbeiten sowie Versorgen und Zusammenhalten wissenschaftlich fundiert und gleichzeitig anschaulich darstellen. Die Zukunftsbilder beschreiben ganz konkret, wie unser Leben in der Zukunft aussehen könnte. Sie sind keine Vorhersagen, sondern erzählen, wie sich unser Zusammenleben und alltägliches Miteinander in der Stadt und auf dem Land im Allgemeinen verändern und welche Technologien zukünftig möglicherweise unseren Alltag prägen könnten. Sie basieren auf einer wissenschaftlichen Analyse von rund 80 Studien sowie den Einschätzungen von Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Bereichen. Die bayerische Perspektive floss im Rahmen eines Workshops in den Gestaltungsprozess mit ein. Als "Übersetzungsinstrument" bilden sie die Grundlage für eine sozialwissenschaftliche Studie zu den Wünschen, Ansprüchen und Werten der bayerischen Bevölkerung.

Studie BAYERN DENKT ZUKUNFT: Stadt.Land.Chancen – Ergebnisse der Befragung in Bayern
Die Studie basiert auf den bayerischen Regionaldaten der Online-Umfrage Stadt.Land.Chancen, in der die deutschlandweit fast 9.000 Teilnehmenden im Juni und Juli 2021 durch die drei Zukunftsbilder geführt und dazu befragt wurden. Für die Studie, die ein elementarer Baustein des Dialogprojekts Bayern denkt Zukunft ist, wurden die quantitativen Regionalergebnisse durch eine qualitative Befragung von 56 bayerischen Bürgerinnen und Bürgern zu den Zukunftsbildern ergänzt, die im Rahmen von Workshops parallel zur deutschlandweiten Online-Umfrage stattfand.

Die Studie bildet den Ausgangspunkt für einen Diskussionsprozess, der im Rahmen verschiedener Veranstaltungsformate die bayerische Gesellschaft als Ganzes in einen Dialog bringen, Brücken zwischen Stadt und Land schlagen und Entwicklungsmöglichkeiten für Bayern aufzeigen soll. Ziel ist es, die regionale Innovationskultur und damit starke Regionen zu fördern.

Gaming – im Dialog mit jungen Bayerinnen und Bayern

Computerspiele sind heute bereits eine wichtige Kulturtechnik und Videospiele ein zentrales Leitmedium für die Kommunikation – vor allem mit jungen Erwachsenen. Regionale Innovation kann ohne sie langfristig nicht erfolgreich sein. Im Rahmen von drei geplanten Hackathons, die acatech mit dem GameLab konzipiert hat und die im Oktober 2021 umgesetzt wurden, konnten Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von circa 15 bis 25 Jahren gemeinsam ihre Version der Zukunft im Online-Spiel Minecraft bauen und spielerisch ihre Wünsche, Sorgen und Ideen diskutieren.

ARD/BR-Themenwoche vom 7. bis 13. November 2021

Die Ergebnisse fließen zusammen mit den deutschlandweiten Ergebnissen in die ARD/BR-Themenwoche "Stadt.Land.Wandel – Wo ist die Zukunft zu Hause?" vom 7. bis 13. November 2021 ein.

Highlights der ARD-Themenwoche "Stadt.Land.Wandel" Externer Link

Wie geht es weiter?

"Bayern denkt Zukunft" möchte den regionalen Dialog zwischen Wirtschaft, Verwaltung, Politik und insbesondere den Bürgerinnen und Bürgern fördern. Wer die Region und ihre Innovationsökosysteme aktiv mitgestalten möchte, hat dazu im November und Dezember 2021 sowie im Januar 2022 die Möglichkeit – in Form von verschiedenen Diskussionsveranstaltungen oder auch Workshops:

Logo der InnoTour Bayern
Ein weiteres parallel laufendes Dialogformat, das Gesellschaft, Forschung, Verwaltung und Wirtschaft zusammenbringt, ist die "InnoTour Bayern". Dieses Format widmet sich insbesondere den Bereichen Landwirtschaft, Ernährung und Forstwirtschaft. Zu unterschiedlichen Sachthemen wie Direktvermarktung, Energieautarkie auf dem Hof, Humusanreicherung, Proteinproduktion und vielem mehr sucht das bayerische Landwirtschaftsministerium in den sieben Regierungsbezirken nach innovativen Betrieben oder kleinen Unternehmen. Dort laden wir gezielt interdisziplinäre Teilnehmergruppen ein, um vor Ort die Innovationsideen für morgen zu diskutieren.

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