Pressemitteilung
Mehr Natur und Blühpflanzen auf kommunalen Flächen - Landkreisübergreifendes Ökologisches Pflegekonzept für Ökomodellregion Waginger See-Rupertiwinkel startet

(02. Juli 2021) Teisendorf, Lkr. Traunstein - Das Thema Biodiversität geht jeden an. Um ihre kommunalen Flächen künftig insektenfreundlicher zu pflegen, haben sich elf Gemeinden aus der Ökomodellregion Waginger See-Rupertiwinkel und den drei Lokalen LEADER-Aktionsgruppen Traun Alz Salzach, Berchtesgadener Entwicklungsforum und Chiemgauer Seenplatte zusammengetan. Gemeinsam haben sie dazu ein Ökologisches Pflegekonzept entwickeln lassen. Die Gemeinde Teisendorf hat nun als erste der Gemeinden die Umsetzung des Konzepts gestartet. „Mit diesem beispielhaften landkreisübergreifenden Projekt werden Ihre Gemeinden nun in Zukunft mehr Natur auf ihren Flächen wagen. Damit nehmen die Gemeinden und ihre Bürger ihre Verantwortung für mehr Biodiversität wahr. Das heißt aber auch, dass nach landläufigem Verständnis nicht mehr alles so top gepflegt aussieht, denn Insekten brauchen etwas Unordnung“, sagte Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber bei der Auftaktveranstaltung am Freitag. Insgesamt werden damit rund 6.000 kommunale Grundstücke künftig naturnaher gepflegt.

Das Ökologische Pflegekonzept für kommunale Flächen ist ein Kooperationsprojekt des EU-Programms LEADER, das mit rund 123.000 Euro vom Landwirtschaftsministerium gefördert wird. Auch der Bayerische Naturschutzfonds beteiligt sich mit rund 60.000 Euro an der Finanzierung. Umgesetzt werden muss das Konzept von den Bauhöfen und deren Mitarbeiter sowie kooperierenden Landwirten. Das Projekt geht zurück auf eine Initiative der Öko-Modellregion Waginger See-Rupertiwinkel. „Ich freue mich, dass die Öko-Modellregion so erfolgreich arbeitet. Sie ist seit mehr als sieben Jahren aktiv und hat schon eine Vielzahl toller Projekte umgesetzt. Damit ist der ökologische Landbau, die Natur und die Region gestärkt worden“, so Kaniber.

    Gruppenfoto mit Ministerin Michaela Kaniber beim Bäume pflanzen

    Foto: Judith Schmidhuber / StMELF
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