Tourismus in Bayern 2024: Daten – Fakten – Zahlen

Aktualisiert am: 18.03.2025
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Langes Transportschiff auch einem Fluss in idyllischer Landschaft.© StMELF

Das Jahr 2024 war für Bayerns Tourismusbranche ein neues Rekordjahr! Noch nie haben so viele Menschen in Bayern Urlaub gemacht wie im vergangenen Jahr. Sowohl bei den Gästeankünften als auch bei den Übernachtungen haben wir neue Höchststände erreicht. Dieses großartige Ergebnis der Branche verdient besondere Anerkennung, insbesondere angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die den Betrieben viel abverlangt haben. Dass die Bilanz dennoch so positiv ausfällt, unterstreicht die Leistungsfähigkeit der Branche und die Attraktivität unserer Destinationen und Angebote. So ist die Zahl der Gästeankünfte 2024 im Vergleich zum Vorjahr um 4,5 % gestiegen. Insgesamt besuchten rund 40,6 Mio. Gäste den Freistaat. Mit rund 102,7 Mio. hat die Zahl der Übernachtungen in diesem Zeitraum ebenfalls um 2,5 % zugelegt. Wir haben das bisherige Rekord-Niveau aus dem Jahr 2019 übertroffen. Besonders erfreulich ist, dass alle vier Tourismusverbände von der Entwicklung des vergangenen Jahres profitieren konnten: Oberbayern-München, Franken, das Allgäu/Bayerisch-Schwaben und Ostbayern – alle konnten mehr Gäste begrüßen als noch im Vorjahr. Das bedeutet: Zufriedene Gäste überall im Freistaat. Und zufriedene Gäste kommen gerne wieder! Das ist unser Ansporn für die Zukunft, denn das Interesse an Urlaub und Erholung in Bayern ist ungebrochen!

Land und Bevölkerung

Infografik Tourismus in Bayern - FlaechennutzungStMELF

Die Gesamtfläche Bayerns beträgt 70.550 qkm. Von den sieben Regierungsbezirken ist Oberbayern flächenmäßig der Größte (25 % der Gesamtfläche). In Bayern leben rund 13,4 Mio. Menschen. Das entspricht einer Einwohnerdichte von 190 Menschen pro qkm. Nahezu die Hälfte der Gesamtfläche Bayerns wird landwirtschaftlich genutzt, über ein Drittel ist Wald.

Kultur und Natur

Infografik Tourismus Bayern - NaturStMELF

Bayern verfügt über ein reiches kulturelles Erbe. Dazu zählen historische Städte, Baudenkmäler, Kirchen sowie rund 45 staatliche Schlösser, Burgen und Residenzen mit mehr als 5 Mio. Besuchern im Jahr 2024. Vielfältigste kulturelle Angebote, darunter zahlreiche Theater, Opernhäuser und über 1.200 Sammlungen und Museen zählten 2024 rund 20 Mio. Besucher. Die Zugspitze, Bayerns höchster Berg, misst 2.962 m. Unter den 1.600 Seen oder Seengruppen ist der Chiemsee mit 79,9 qkm der größte bayerische See. 19 Naturparks und die beiden Nationalparks Bayerischer Wald und Alpen- und Nationalpark Berchtesgaden machen zusammen mit 23.131 qkm nahezu ein Drittel der Gesamtfläche in Bayern und 22,1 % der Naturparkflächen im gesamten Bundesgebiet aus.

Mann sitzt in einem Schlossgarten auf einer weißen Bank und liest ein Buch.© Dietmar Denger

Wirtschaftsfaktor Tourismus

Infografik Tourismus Bayern - WirtschaftsfaktorStMELF

Touristen geben in Bayern jährlich 47,5 Mrd. Euro für Güter und Dienstleistungen aus. 548.400 Einwohner Bayerns erwirtschaften ihr Einkommen dank des Tourismus. Die touristische Bruttowertschöpfung (direkt und indirekt) Bayerns beträgt 28,2 Mrd. Euro, das entspricht circa 20 % der gesamten touristischen Wertschöpfung Deutschlands.

Szene im Freien: Kellner stellt einem Mann ein Weißbier auf den Tisch© Bernhard Huber

Angebot

Infografik Tourismus in Bayern - GaestebettenStMELF

11.666 Beherbungsbetriebe in Bayern mit 10 und mehr Betten, einschließlich Campingplätze, machen fast ein Viertel der Beherbergungskapazität Deutschlands im Dezember 2024 aus. Die 618.178 Gästebetten (ohne Campingplätze) entsprechen 20,4 % des bundesweiten Angebots im Dezember 2024. Auf 535 statistisch erfassten Campingplätzen stehen rund 40.130 Stellplätze zur Verfügung. Rund 4.000 Betriebe mit insgesamt rund 50.000 Betten bieten Urlaub auf dem Bauernhof an.

Ein Kanu mit vier Personen auf einem ruhigen Fluss.© Peter von Felbert/ erlebe.bayern

Nachfrage

Infografik Tourismus Bayern - Nachfrage RegionenStMELF

2024 wurden 40,6 Mio. Gästeankünfte in Betrieben mit 10 und mehr Betten, einschließlich Campingplätzen, gezählt. Das entspricht 21,4 % aller Ankünfte in Deutschland. 102,7 Mio. Gästeübernachtungen in Betrieben mit 10 und mehr Betten, einschließlich Campingplätzen, entsprechen 20,7 % der Gästeübernachtungen des Bundes. Die meisten Übernachtungen verzeichnete Oberbayern, danach Franken, gefolgt von Schwaben und Ostbayern. Rund 60 % der Übernachtungen fanden im ländlichen Raum statt, rund 40 % in Verdichtungsräumen. 20,8 Mio. mal übernachteten ausländische Gäste in Bayern – das entspricht 20,2 % aller Übernachtungen. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer betrug 2,5 Tage. Dadurch ergibt sich eine durchschnittliche Auslastung der angebotenen Betten von 39,8 %.

Aufteilung der ausländischen Gäste nach Herkunftsland
Infografik Tourismus Bayern - Nachfrage HerkunftStMELF
Bayerischer See mit Segelbooten und Steg. Im Hintergrund Hügel mit Bäumen.© Gert Krautbauer

Orte

Infografik Tourismus Bayern - Nachfrage GemeindenStMELF

Besonders hohe Qualitätsanforderungen erfüllen 358 staatlich anerkannte Kur- und Erholungsorte. Rund 44 % aller Übernachtungen 2024 fanden in diesen Gemeinden statt. Insgesamt gibt es in Bayern 21 Heilbäder*, 5 Kneippheilbäder, 1 Schrothheilbad, 13 Heilklimatische Kurorte**, 3 Kneippkurorte, 79 Luftkurorte, 236 Erholungsorte, 9 Heilquellen-/Moorkurbetriebe und 5 Staatsbäder*.

Hinweis: *Bei der Zählung ist zu beachten, dass Bad Brückenau sowohl Heil- als auch Staatsbad ist. Es wird in der Übersicht deshalb doppelt aufgeführt. **Der Markt Berchtesgaden wurde mit der Gemeinde Bischofswiesen, dem Markt Marktschellenberg, dem Markt Ramsau bei Berchtesgaden und der Gemeinde Schönau am Königssee als Mitglieder des Fremdenverkehrsverbandes des Berchtesgadener Landes zusammen als Heilklimatischer Kurort anerkannt. Die in der Übersicht aufgeführten 13 Prädikate umfassen somit 17 Gemeinden.

Frau sitzt auf einer Bank und blickt auf eine unterhalb liegende Stadt mit Kirchtürmen.© Thomas Linkel/erlebe.bayern