Lust auf einen unersetzlichen Beruf an einem der schönsten Arbeitsplätze der Welt?
Mit einer Ausbildung in der Forstwirtschaft arbeitest du am Schutz und an der Zukunft unseres Waldes. Und zwar überall dort, wo der Wald zu Hause ist, mitten in der Natur.
Ob du junge Bäume pflanzt und sie vor Schäden schützt oder Bäume fällst und dafür sorgst, dass das Holz dorthin kommt, wo es gebraucht wird: Du übernimmst die Verantwortung für ein ganzes Ökosystem.
Du hast eine Macher-Mentalität, bist am liebsten draußen unterwegs, körperlich fit und bringst auch noch handwerkliches Geschick mit? Dann hast du alles, was du brauchst, um in der Forstwirtschaft unersetzlich zu werden!
Podcast: Forstwirt in Bayern – Arbeiten im Herzen des Waldes
Deine Ausbildung im Überblick
In der Regel wirst du über drei Jahre hinweg zum Forstwirt bzw. zur Forstwirtin ausgebildet. Dabei sind Theorie und Praxis eng verknüpft: Du wechselst regelmäßig zwischen deinem Ausbildungsbetrieb und der Berufsschule. Hinzu kommen Lehrgänge, damit du rundum auf deine berufliche Zukunft vorbereitet bist.
Deine Ausbildung in der Forstwirtschaft ist in drei Ausbildungsjahre unterteilt und findet im Wechsel zwischen Berufsschule und deinem Ausbildungsbetrieb statt. Falls du bereits einen Berufsabschluss oder das Abitur oder Fachabitur in der Tasche hast, kannst du auch über eine verkürzte Lehrzeit nachdenken.
Du suchst noch nach dem passenden Ausbildungsbetrieb? Vielleicht hilft dir unsere Datenbank weiter, in der du dir passende Vorschläge (inklusive Kontaktdaten) anzeigen lassen kannst!
Datenbank Ausbildungsbetriebe externer LinkWenn du den Ausbildungsvertrag unterschrieben hast, legst du ihn der zuständigen Stelle Beruf Forstwirt/-in an der Bayerischen Waldbauernschule in Kelheim vor, damit du in das Ausbildungsverzeichnis eingetragen werden kannst. Und dann geht es auch schon los!
Im 1. Ausbildungsjahr schaffst du die Grundlagen. Du lernst deinen Ausbildungsbetrieb kennen und fängst an, wirtschaftliche Zusammenhänge zu verstehen. Dann bekommst du Einblicke in die Bereiche der Waldbewirtschaftung, den Naturschutz, die Ernte von Forsterzeugnissen und die Forsttechnik.
Im 2. und 3. Ausbildungsjahr vertiefst du dein Wissen in den jeweiligen Bereichen. Du lernst, wie du mit großen forstwirtschaftlichen Geräten wie Motorsäge, Pflanzhaue und Schlepper umgehst. Gleichzeitig beschäftigst du dich auch mit Themen wie Arbeitsrecht und Gesundheitsschutz, weil Sicherheit natürlich ebenfalls unersetzlich ist. Zusätzlich erhältst du eine Schulung an einem Forstmaschinensimulator, bei der du mit VR-Brille in die Perspektive eines Harvester- bzw. Forwarderfahrers eintauchst.
Neben deiner Ausbildung im Betrieb und der Berufsschule besuchst du während deiner Ausbildungszeit insgesamt neun Wochen überbetriebliche Lehrgänge, in denen dir alles beigebracht wird, was du für einen erfolgreichen Abschluss brauchst.
Am Ende des 3. Ausbildungsjahrs stellst du in einer Abschlussprüfung dein Können endgültig unter Beweis: Du überzeugst in drei praktischen Prüfungen von deinen Fähigkeiten und legst mehrere schriftliche Prüfungen ab. Erfolgreich? Dann darfst du dich offiziell Forstwirt bzw. Forstwirtin nennen!
Dein Betrieb: Du lernst, wie dein Ausbildungsbetrieb organisiert ist, wie die Abläufe funktionieren, und bekommst einen Einblick in wirtschaftliche Zusammenhänge.
Waldbewirtschaftung: Du säst und pflanzt junge Bäume und schützt sie vor Schäden – und erfährst, wann und wo man sie wieder entnehmen kann.
Ernten und Aufbereiten von Holz: Du fällst Bäume, bereitest sie für die Abfuhr vor und sorgst dafür, dass sie da ankommen, wo das Holz gebraucht wird.
Naturschutz und Landschaftspflege: Du behältst die Entwicklung des Waldes im Blick und schützt besondere Lebensräume.
Forsttechnik: Du lernst, wie du sicher mit schweren Geräten und Maschinen arbeiten kannst.
Staatliche, kommunale oder private Forstbetriebe
Forstunternehmen
Nationalparkverwaltungen
Naturschutz
Landschaftsbau
Was du mitbringen solltest
Für deine Ausbildung in der Forstwirtschaft benötigst du keinen bestimmten Schulabschluss. Viele Betriebe stellen jedoch gerne Bewerber ein, die mindestens über einen Mittelschulabschluss verfügen.
Du bist körperlich fit und belastbar.
Du bringst handwerkliches Geschick und technisches Verständnis mit.
Du packst gern mit an und hast Spaß an der Arbeit im Team.
Du liebst es, in der Natur zu arbeiten – auch bei Wind und Wetter – und interessierst dich für Umwelt-Themen.
Abschluss ohne Ausbildung?
Du hast bereits mehrere Jahre in der Forstwirtschaft oder einem vergleichbaren Bereich gearbeitet und möchtest deinen Abschluss auch ohne vorangegangene Ausbildung bekommen? Mit der Externenprüfung kannst du deine Abschlussprüfung unter bestimmten Voraussetzungen nachholen.
Weitere Informationen - Bayerische Waldbauernschule in Kehlheim externer LinkDu willst noch höher hinauf?
Im Anschluss an deine Ausbildung zum Forstwirt bzw. zur Forstwirtin stehen dir Weiterbildungsmöglichkeiten offen. So kannst du dich noch spezieller auf den Bereich konzentrieren, der dich am meisten begeistert.
Forstwirtschaftsmeister: Alle zwei Jahre findet ein 10-monatiger Lehrgang statt, der dich auf die Meisterprüfung an der Technikerschule in Lohr am Main vorbereitet.
Forsttechniker: An der Technikerschule in Lohr kannst du dich in zwei Jahren zum Forsttechniker bzw. zur Forsttechnikerin ausbilden lassen.
Forstmaschinenführer: In einigen Bundesländern kannst du eine Zusatzqualifikation ablegen, um Forstmaschinen führen zu können .
Forstliches Studium: Das Bachelor-Studium dauert 6 bis 7 Semester. Falls du ein Master-Studium anschließen möchtest, kommen weitere 3 bis 4 Semester dazu.
Mehr Informationen zu deiner Ausbildung
Du bekommst einfach nicht genug von der Ausbildung zum Forstwirt bzw. zur Forstwirtin? Wir haben dir Links und zusätzliche Infos zu den Grünen Berufen zusammengestellt.
Bayerische Waldbauernschule
- Adresse:
- Goldbergstraße 10 93309 Kelheim
- Telefon:
- 09441 6833-0
- E-Mail:
- ausbildung@wbs.bayern.de



