Buchenwald mit Totholz (© Stephan Thierfelder)

Naturwälder in Bayern
Hintergrundwissen – FAQs

Was sind Naturwälder?

Biberdamm im AuwaldZoombild vorhanden

Biberdamm im Auwald
(© Felix Brundke)

Naturwälder bilden auf 10 % der staatlichen Waldfläche Bayerns - also auf rund 790 Quadratkilometern, dem Zehnfachen der Fläche des Chiemsees - ein grünes Netzwerk von nutzungsfreien Wäldern. Aktuell umfasst die Naturwaldkulisse rund 580 Quadratkilometer. Der Prozess zur Auswahl geeigneter Wälder wird spätestens 2023 abgeschlossen sein.

In Naturwäldern kann sich die Waldnatur frei entwickeln. Eine forstwirtschaftliche Nutzung, also das Fällen von Bäumen um Holz zu ernten, findet auf diesen Flächen nicht statt. Das Waldgesetz sieht nur dann eine Ausnahme vor, wenn notwendige Maßnahmen des Waldschutzes, z. B. Gefahr des Übergreifens von Borkenkäferbefall auf umliegende Wälder, oder der Verkehrssicherung erforderlich sind.

Neben ihrer Bedeutung für die Biodiversität sind diese Wälder vor allem für die Bevölkerung da. Sie sollen dem Naturerleben aller Bürger dienen. Durch geeignete Wege und andere Einrichtungen kann die Waldnatur mit den eigenen Sinnen wahrgenommen werden, sodass ein Besuch im Naturwald zum Naturerlebnis wird. Zudem dienen Naturwälder auch als Referenz für eine natürliche Entwicklung der Wälder im Klimawandel ohne die Unterstützung forstlicher Maßnahmen, wie z.B. der Pflanzung klimatoleranter Baumarten.

Was soll mit der Ausweisung von Naturwaldflächen bewirkt werden?

Wird ein Wald als Naturwald ausgewiesen, wird der Nutzungsverzicht auf dieser Fläche durch die Bekanntmachung „Naturwälder in Bayern“ vom 02.12.2020 rechtlich bindend und dauerhaft festgeschrieben. Eine natürliche Waldentwicklung ist dort ausdrücklich das Ziel. Speziell in den großflächigen Gebieten entwickeln sich alle Altersphasen eines Naturwaldes. Von der Verjüngungsphase bis zur Zerfallsphase laufen diese ungestört ab. Bäume können ihre natürliche Altersgrenze erreichen und dabei stattliche Dimensionen erlangen.
Auch von Sturm, Überschwemmung oder Schneelast („Störungen“) getroffene Bäume verbleiben grundsätzlich als Totholz und Biotopbäume auf der Fläche. In den entstehenden Lücken können sich blühpflanzenreiche Sukzessionsstadien entwickeln. So wird der ökologische Wert von Naturwäldern weiter wachsen und einen Beitrag zum Erhalt und zur Verbesserung der Biodiversität leisten. Vielfältigste ökologische Nischen bieten den unterschiedlichsten Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum. Über ganz Bayern verteilt, bilden Naturwälder verschiedenster Größe ein grünes Netzwerk der Artenvielfalt. Nachhaltig bewirtschaftete Wälder verbinden sie und schaffen Wander- und Ausbreitungskorridore für Arten.

Naturwälder sollen nicht nur von außen betrachtet, sondern dort, wo dies die natürlichen Voraussetzungen zulassen, für die Gesellschaft besonders erlebbar gestaltet werden. Sie begegnen dem Bedürfnis der Bürgerinnen und Bürger nach unberührter Natur und alten wilden Wäldern auf größerer zusammenhängender Fläche. Ein besonderer Schwerpunkt bildet deswegen das Erleben der natürlichen Waldentwicklung vor Ort – naturschonend und mit Rücksicht auf sensible Arten und Lebensräume. Beides zusammen, also Natur erhalten und Natur erleben, macht den Kern der neuen waldrechtlichen Schutzkategorie aus.

Schließlich dienen die Naturwälder auch als Referenz für eine natürliche Entwicklung naturnaher Wälder im Klimawandel ohne die Unterstützung forstlicher Maßnahmen, wie z.B. der Pflanzung klimatoleranter Baumarten.

Auf welcher rechtlichen Grundlage werden Naturwälder ausgewiesen?

Mit Inkrafttreten des „Zweiten Gesetzes zugunsten der Artenvielfalt und Naturschönheit in Bayern (Gesamtgesellschaftliches Artenschutzgesetz – Versöhnungsgesetz)“ wurde der Auftrag, dauerhaft 10 Prozent der Staatswaldfläche aus der forstlichen Nutzung zu nehmen, mit dem Art. 12a Abs. 2 in das Bayerische Waldgesetz (BayWaldG) übernommen. Dort heißt es:

„Bis zum Jahr 2023 wird im Staatswald ein grünes Netzwerk eingerichtet, das 10 Prozent des Staatswaldes umfasst und aus naturnahen Wäldern mit besonderer Bedeutung für die Biodiversität besteht (Naturwaldflächen).“

Die rechtsverbindliche Ausweisung und den Vollzug des Art. 12a Abs. 2 BayWaldG regelt die Bekanntmachung „Naturwälder in Bayern“ des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten vom 02.12.2020. Mit Inkrafttreten der Bekanntmachung wurden über ganz Bayern verteilt Naturwälder im Umfang von rund 58.000 Hektar rechtsverbindlich als Teil des grünen Netzwerks gesichert.

Für die vollständige Umsetzung des Gesetzesauftrags in einem wirkungsvollen Gesamtkonzept befinden sich derzeit noch weitere Flächen der Bayerischen Staatsforsten und Wälder anderer Staatsverwaltungen in Prüfung.

Warum werden Naturwälder auch als "grünes Netzwerk" bezeichnet?

Unter dem „grünen Netzwerk“ wird der Verbund von mindestens 79.000 Hektar Naturwälder im Staatswald verstanden, in denen keine forstliche Nutzung mehr stattfindet. Es umfasst aktuell rund 58.000 Hektar ökologisch besonders wertvolle Staatswälder und wird bis spätestens 2023 komplettiert. Wald soll sich hier entsprechend seiner natürlichen Dynamik frei entwickeln. Das grüne Netzwerk bildet das Rückgrat artenreicher Wälder. Größere Naturwälder können sich zu Spenderflächen für spezialisierte, z. B. auf große Totholzmengen angewiesene Arten entwickeln und wirken so weit über ihre Gebietsgrenzen hinaus. Kleine und mittelgroße Naturwälder dienen als Trittstein-Biotope für viele Arten. Nachhaltig bewirtschaftete Wälder sind das verbindende Element zwischen den Naturwäldern und sichern den Austausch zwischen Vorkommen seltener Tier- und Pflanzenarten. Dies gelingt besonders gut, wenn im Rahmen der nachhaltigen Waldbewirtschaftung auf naturschutzwirksame Strukturen geachtet wird.

Wie viele Naturwälder gibt es?

Mit Inkrafttreten der Bekanntmachung „Naturwälder in Bayern“ des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten am 02.12.2020 sind Naturwälder im Umfang von rund 58.000 Hektar und über ganz Bayern verteilt rechtsverbindlich als Teil des grünen Netzwerks gesichert. Insgesamt soll es bis zum Jahr 2023 10 % der Staatswaldflächen Bayerns umfassen. Ziel ist also mindestens 79.000 Hektar Naturwälder für das grüne Netzwerk auszuweisen und von einer forstlichen Nutzung auszunehmen.

Für die vollständige Umsetzung dieses Gesetzesauftrags in einem wirkungsvollen Gesamtkonzept werden derzeit noch weitere Flächen der Bayerischen Staatsforsten und Wälder anderer Staatsverwaltungen geprüft.
Derzeit setzt sich das grüne Netzwerk aus den vielen Trittsteinen und „Klasse-1-Wäldern“, welche die Bayerischen Staatsforsten durch Selbstverpflichtung nicht mehr bewirtschaftet haben, allen staatlichen Naturwaldreservaten und im Staatswald gelegenen Kernzonen des Biosphärenreservats Rhön zusammen. Ergänzt wird das grüne Netzwerk noch durch größere, ökologisch wertvolle Flächen im Staatswald der BaySF, sowie weitere Wälder anderer Staatsverwaltungen.

Die Kulisse umfasst neben Buchenmischwäldern auch bach- und flussbegleitende Auwälder, Moor-, Sumpf-, Hang- und Schluchtwälder sowie Bergmischwälder, subalpine Fichtenwälder und Latschenwälder der Alpen.

Für eine verbesserte Repräsentanz bei Buchen- und Auwald-Lebensräumen hat Frau Staatsministerin Michaela Kaniber im Oktober 2019 angekündigt, den gesamten von BaySF bewirtschafteten Donau-Auwald zwischen Lechmündung und Neuburg a.d. Donau als rund 947 Hektar großen Naturwald auszuweisen. Im Mai 2020 hat die Forstministerin vier weitere große Naturwälder im Gesamtumfang von knapp 5.000 ha benannt. Es handelt sich um die Naturwälder „Buchenwälder in der südlichen Frankenalb“ (1079 ha) bei Kelheim, „Irtenberger Wald“ bei Würzburg (517 ha), „Auwälder an der mittleren Isar“ zwischen München und Landshut (2.312 ha) und den Naturwald „Knetzberge-Böhlgrund“ im Steigerwald (849 ha).

Im Zuge der Bekanntmachung wurde am 02. Dezember 2020 das Netzwerk gezielt um ökologisch hochwertige Wälder der Bayerischen Staatsforsten, die bis zuletzt noch in naturnaher Nutzung standen, erweitert: Nahe der Basilika Vierzehnheiligen bei Lichtenfels, um einen großflächigen Naturwald mit 541 Hektar. Zudem sollen auch im Geroldsgrüner Forst südlich von Nordhalben, sowie an der unteren Iller zwischen Illertissen und Neu-Ulm noch weitere naturnahe Wälder zu Naturwäldern erklärt werden. Weitere Wälder sind in Prüfung, der Prozess ist noch nicht abgeschlossen. Bei Auswahl und Abgrenzung der Naturwälder wurden und werden die umfangreich vorliegenden Vorschläge der Verbände gewürdigt.

Wo kann ich die Schutzgebietskulisse einsehen? Wo finde ich Naturwälder?

Die aktuelle, rechtlich gesicherte Kulisse des grünen Netzwerks aus Naturwäldern kann unter folgendem Link im BayernAtlas eingesehen werden:

Naturwälder im BayernAtlas Externer Link

Informationen zu Naturwäldern sind auf der Homepage des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten verfügbar.

Naturwälder – Bayerns wilde Waldnatur

Über die Internetseiten der Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sowie der Bayerischen Staatsforsten wird ebenfalls ein Zugang zur Flächenkulisse möglich sein.

Zudem ist auch die Bekanntmachung „Naturwälder in Bayern“ des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten vom 02.12.2020 veröffentlicht:

Zur Verkündigungsplattform Externer Link

Darf die Jagd in Naturwäldern weiterhin ausgeübt werden?

Hochsitz zwischen Bäumen

© Jan Böhm

Eine nachhaltige Jagd dient den Zielen der Naturwälder. Sie fördert die Artenvielfalt in der Kraut-, Strauch- und Baumschicht. Ein entscheidender Teil einer natürlichen Waldentwicklung ist die Verjüngung der Altbäume über deren Samen. Bäume werden nicht mehr gepflanzt, sondern sollen sich natürlich verjüngen, also deren Samen keimen und heranwachsen. Damit dies gelingt, ist es notwendig, dass die jungen Keimlinge bzw. die Knospen der jungen Bäume nicht übermäßig von z.B. Rehen oder anderen Schalenwildarten verbissen werden. Grundlage hierfür sind angepasste Wildbestände. Auch zur Regulierung der Schwarzwildbestände und zur Vermeidung von Schäden auf angrenzenden Flächen leistet die Jagd in Naturwäldern ihren Beitrag. Eine Jagdausübung ist auch in den Naturwäldern weiterhin notwendig und zulässig.

Wird in Naturwäldern das Betreten oder das Sammeln von Pilzen, Beeren und Kräutern eingeschränkt?

Pilz auf Waldboden

© Jan Böhm

Wie in Bayerns Wäldern generell, ist auch ein Betreten von Naturwäldern zur Erholung sowie zum Genuss der Schönheit der Natur erlaubt. Nicht nur dies – es wird mit der Ausweisung auch ausdrücklich das Anliegen verfolgt, den Menschen Zugang zu unberührter Waldnatur zu öffnen, soweit sensible Arten dadurch nicht gestört werden. Ebenso ist das Sammeln von Pilzen, Beeren und Kräutern für den Eigenbedarf erlaubt. Hierbei ist auf einen pfleglichen Umgang mit der Natur besonders zu achten. Wo erforderlich, werden örtliche Hinweise auf störungsempfindliche Bereiche gegeben.

Nach welchen Kriterien werden Naturwälder ausgewählt?

Als Naturwälder werden in erster Linie Wälder mit besonderer Bedeutung für die Biodiversität ausschließlich in staatlichem Besitz ausgewählt. Deshalb wird die gesetzliche Vorgabe des „10 %-Ziels“ nicht durch pauschales Herunterbrechen auf Landkreise oder andere räumliche Einheiten umgesetzt. Naturwälder zeichnen sich zum Beispiel durch hohe Anteile natürlich vorkommender Baumarten, besondere Altersstadien, eine herausragende Biotopfunktion oder eine lange Wald- und Habitattradition aus (d.h. sie sind über lange Zeiträume durchgängig mit Wald bedeckt gewesen, so dass typische Arten immer geeignete Lebensräume fanden und sich gut etablieren konnten). Naturwälder haben also bereits eine besondere, herausgehobene Bedeutung für die Artenvielfalt im Wald und sollen diese weiter ausbauen.

Das grüne Netzwerk bildet aber auch die Vielfalt der unterschiedlichen Waldbiotope und Waldgesellschaften Bayerns ab: bach- und flussbegleitende Auwälder, Moor-, Sumpf-, Hang- und Schluchtwälder sowie Bergmischwälder, subalpine Fichtenwälder, und Latschenwälder der Alpen. Die Größe der Einzelfläche ist bei der Auswahl weniger entscheidend als ihre naturschutzfachliche Qualität und Bedeutung. Kleine, aus der Nutzung genommene Trittsteine natürlicher Waldentwicklung tragen zum grünen Netzwerk ebenso bei, wie mittelgroße und große Naturwälder. So ergibt sich eine große Bandbreite von Altbaumgruppen ab 3.000 Quadratmetern bis hin zu mehrere tausend Hektar großen Waldkomplexen.

Nicht in Frage kommen stark kulturgeprägte Wälder, die in Zeiten des Klimawandels mit klimatoleranten Baumarten umgebaut werden müssen, damit sie ihre Waldfunktionen weiter erfüllen können. Ebenso sind Waldflächen ungeeignet, deren Artenausstattung von einer bestimmten Bewirtschaftungsform abhängen, wie z.B. Mittel- oder Niederwälder. Bei Auswahl und Abgrenzung der Naturwälder wurden und werden die umfangreich vorliegenden Vorschläge der Verbände gewürdigt.

Wie setzt sich das „grüne Netzwerk“ der Naturwälder zusammen?

Die Basis des grünen Netzwerks der Naturwälder sind die vielen ökologisch hochwertigen Staatswaldflächen, in denen bereits in der Vergangenheit keine Holznutzung mehr stattfand.

Diese sind:

  • Trittsteine natürlicher Waldentwicklung: Wälder, in denen die Bayerischen Staatsforsten aufgrund ihres Naturschutzkonzepts die Nutzung bereits aufgegeben haben. Dies sind u.a. Klasse-1-Wälder, Altholzinseln, Moorwälder, unzugängliche Flächen in Wäldern der Bayerischen Staatsforsten.
  • Staatliche Naturwaldreservate: Schutzgebiete, welche die in Bayern vorkommenden natürlichen Waldgesellschaften und ihre Standorte repräsentieren sollen. Deren natürliche Entwicklung soll erforscht und Erkenntnisse und Strategien für die naturnahe Forstwirtschaft abgeleitet werden.
  • Die bewaldeten Kernzonen der beiden Nationalparke „Bayerischer Wald“ und „Berchtesgaden“ sowie des Biosphärenreservats Rhön.

Zusätzlich wird das grüne Netzwerk mit weiteren, bis zuletzt noch genutzten Wäldern ergänzt und komplettiert. Allen voran werden insbesondere Auwälder sowie Buchenwälder wegen ihrer besonderen Bedeutung für die heimische Artenvielfalt neu ausgewiesen und aus der Nutzung genommen. Gerade Auwälder nehmen in ihrer Funktion als Wander- und Verbindungskorridore dabei eine besondere Stellung ein. Zusätzlich aus der Nutzung genommen wurden bisher Waldgebiete mit einer Fläche von insgesamt rund 6.000 Hektar. Bei Auswahl und Abgrenzung der Naturwälder wurden und werden die umfangreich vorliegenden Vorschläge der Verbände gewürdigt.

Die aktuelle, rechtlich gesicherte Kulisse des grünen Netzwerks aus Naturwäldern umfasst rund 58.000 Hektar und kann unter folgendem Link im BayernAtlas eingesehen werden:

BayernAtlas Externer Link

Nach Abschluss der Flächenauswahl, spätestens im Jahr 2023, wird auf rund 10 % der Staatswaldfläche Bayerns, also auf mindestens 79.000 Hektar, dauerhaft keine forstliche Nutzung mehr stattfinden.

Warum sind in den Alpen so viele Naturwälder?

Die bayerischen Alpen sind Lebensraum für eine deutschlandweit einzigartige und besonders hohe Artenvielfalt, für die Bayern eine besondere Verantwortung trägt. Der Alpenraum wird daher mit seinen prägenden Bergwäldern aller Höhenzonen im grünen Netzwerk besonders berücksichtigt. Dabei wird selbstverständlich im Blick behalten, dass auch andere für Bayern besonders wichtige Waldgesellschaften am grünen Netzwerk angemessen beteiligt werden. Gerade auch die Krummholzzonen mit ihren Latschen- und Grünerlengebüschen sind als Grenzregion zwischen Wald und Fels ein außerordentlich vielfältiger Lebensraum. Mit den extremen Umweltbedingungen dieser Höhenzone mit Hitze und Trockenheit im Sommer sowie Kälte im Winter kommen nur sehr wenige Baumarten zurecht. Die Latsche ist eine der wenigen, die auf den kargen Böden dieses, durch Felsstürze und Rutschungen, sehr dynamischen Lebensraums wachsen kann und damit zur Stabilisierung der Hänge beiträgt. In dieser Höhenzone haben sehr viele seltene Spezialisten und Reliktarten aus der letzten Eiszeit ihre Rückzugsräume.