Tierische Erzeugung
Bienen

Rund 80 Prozent aller heimischen Nutz- und Wildpflanzen werden von Bienen bestäubt. Bienen sichern so auch die Erträge in der Landwirtschaft und damit unsere Ernährung.

Vor allem die Varroamilbe, aber auch die veränderte Landnutzung sind eine große Herausforderung für die Imker.

Ministerin Kaniber: Wichtiger Beitrag für die Befruchtung unserer Kultur- und Wildpflanzen

Die Bayern lieben Bienen und sie engagieren sich für diese wichtigen Insekten. Im vergangenen Jahr ist die Anzahl der Imkerinnen und Imker ebenso angestiegen wie die Zahl der gehaltenen Bienenvölker. "Die Imkerei ist ein richtiger Trend geworden, das freut mich sehr. Denn wer sich um diese fleißigen Bestäuber kümmert, fördert die Biodiversität und tut etwas für die lebenswichtige Befruchtung der Kultur- und Wildpflanzen", so Ministerin Michaela Kaniber.

Pressemitteilung vom 4. Februar 2021

Erfreulicher Trend: Immer mehr Imker in Bayern

Rund 41.000 Menschen hielten 2020 Bienen in Bayern. Das sind 30 % mehr Imkerinnen und Imker als noch im Jahr 2013. Die erfreuliche Entwicklung setzt sich auch bei der Zahl der in Bayern gehaltenen Bienenvölker fort: Sie stieg auf über 258.000. Sowohl Imkerei als auch Landwirtschaft sind auf intakte Ökosysteme angewiesen. Dabei sind Bienen wichtige Bioindikatoren und tragende Säulen beim Erhalt der Artenvielfalt. Bayern bietet den Imkern eine hervorragende Infrastruktur aus flächendeckender Beratung, Forschung und Förderung an und trägt so dazu bei, diese wichtige Gruppe zu stärken und ihrer Stimme mehr Gewicht zu geben.

Entwicklung der Bienenvölker in Bayern

Wie geht es den Bienen in Bayern und was tut der Freistaat für sie? Immer mehr Menschen interessiert das genauer. Dabei geht es um mehr als nur um süßen Honig, denn neben der Funktion als Bestäuber sind die Bienen wichtige Indikatoren für den Zustand der Insektenwelt. Geht es den Honigbienen gut, geht es meistens auch der "wilden Verwandtschaft" gut. Ein Bericht, der am 17. Juni 2020 dem Bayerischen Landtag vorgelegt wurde, beleuchtet zahlreiche Aspekte rund um die Bienenentwicklung: Bienen-Forschungsprojekte, Imkerförderung und die Auswirkungen der Umweltprogramme auf die Bestäuberinsekten.

Entwicklung der Bienenvölker in Bayern (Bericht zum Herunterladen) pdf 1,7 MB    ReadSpeaker Dokument vorlesen

Imker und Bauern – eine ausgezeichnete Partnerschaft

Unter dem Motto "Landwirt.Imker.Miteinander" hat Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber nach beispielhaften Kooperationen von Imkern und Bauern gesucht und jetzt die besten bekanntgegeben: Den ersten Preis in Höhe von 4.000 Euro erhielt die Gemeinde Zandt im Landkreis Cham. Jeweils 2.000 Euro Preisgeld bekommen Holzheim im Landkreis Dillingen und Stierberg im Landkreis Mühldorf, das "Gut Mergenthau" im Landkreis Aichach-Friedberg wird mit einer Belobigung ausgezeichnet.

Landwirt.Imker.Miteinander (www.landwirtschaft.bayern.de/lim)

Institut für Bienenkunde und Imkerei: Beratung und Fortbildung

Flugbiene an Weißklee
Das Institut für Bienenkunde und Imkerei an der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) in Veitshöchheim ist Forschungseinrichtung und Kompetenzzentrum.
Es bietet eine breite Palette an fachlichen Informationen rund um die Bienenhaltung an. Alle wichtigen Fragen zu Haltung, Produkten, Bienengesundheit (z. B. VarroaApp), Recht, Wirtschaft und Bildung werden hier beantwortet. Dazu ergänzend veranschaulichen zahlreiche Lehrvideos die gute imkerliche Praxis.

Forschung und Analytik

An der LWG werden Untersuchungen und Monitoringprogramme zum Beispiel zu Bienengesundheit, Umwelteinflüssen und Betriebsweisen durchgeführt. In Kooperation mit dem Tiergesundheitsdienst Bayern e. V. bietet die LWG Untersuchungen auf Rückstände und Krankheitsursachen an.

Finanzielle Unterstützung

Um die zur Bestäubung zahlreicher Wild- und Kulturpflanzen erforderliche Zahl an Bienenvölkern halten zu können, unterstützt Bayern die Imker mit verschiedenen Fördermaßnahmen. Damit soll erreicht werden, dass mehr Menschen Bienen halten, um die Bestäubung zu sichern. Wer Bienen hält, soll ihre Bedürfnisse kennen. Deshalb fördert der Staat die Fortbildung der Imker.

Strukturen in der Imkerei

Blockweise im Freien aufgestellte Bienenbeuten
In Bayern gibt es vier Imkerlandesverbände. Imkerinnen und Imker halten im Durchschnitt sieben Bienenvölker als Freizeitbeschäftigung beziehungsweise im Nebenerwerb. Berufsimkerei im Vollerwerb ist hingegen nur wenigen spezialisierten Betrieben möglich. Sie finden eine berufsständische Vertretung in der Landesgruppe Bayern des Deutschen Berufs- und Erwerbsimkerbundes.